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MEDAILLON-USCHAK

Kat. Nr. 15
Westanatolien, Gebiet von Uschak, um 1600
410 x 208 cm
Kette, Schuss, Knoten Wolle, symmetrisch
Knotendichte 1060
Inv. Nr. Or 298/1891/1907 HM


Neben den rotgrundigen Medaillon-Teppichen (vgl. Kat. Nr. 14) existiert eine zweite Gruppe aus Uschak, deren großformatiges Rapportmuster auf dunkelblauem Grund liegt. Primär- und Sekundärmedaillons sind dann rot- und hellblaugrundig. Die weiße Lotosblütenranke wirkt als Rahmung für die geflammte Umrisslinie der Mittelmedaillons, hier zu drei Querovalen geformt. Alternierend sind angeschnittene, sternförmige Sekundärmedaillons zu sehen. Die Farbigkeit der Gruppe beschränkt sich auf Rot- und Blautöne, Weiß und wenig Schwarz. Der Wiener Teppich kann auf Grund der Kantigkeit seiner Hauptmedaillons nicht mehr im 16. Jh. entstanden sein. Allerdings ist das Rapportmusterschema deutlich zu erkennen, woraus sich eine Datierung um 1600 ergibt. Der ausgewogen gezeichnete Teppich erregte früh Aufmerksamkeit, war 1891 in Wien ausgestellt und wurde 1901 von Wilhelm Bode publiziert.
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