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OSMANEN-TEPPICH, NISCHEN- ODER GEBETSTEPPICH

Kat. Nr. 6
Istanbul oder Bursa 2. Hälfte 16. Jahrhundert
181 x 127 cm
Kette, Schuss Seide
Knoten Wolle, Baumwolle (weiß u. hellblau), asymmetrisch
Knotendichte 5600
Inv. Nr. T 8327/1922 KB


Der nahezu perfekt erhaltene Osmanen-Teppich zeigt im Feld einen für das Genre charakteristischen Bogen – ein dekoratives Element, oder, wenn der Teppich als Gebetsteppich entstand, die auf den Teppich reproduzierte Gebetsnische der Moschee, den Mihrab. Das Dekorationsprinzip der ausdrucksvollen Hauptborte kommt ebenso bei großformatigen Osmanen-Teppichen vor, wie überhaupt Muster beliebig kombiniert wurden. Osmanen-Teppiche mit seidenem Grundgewebe werden in die 2. Hälfte des 16. Jh. datiert, entstanden, nachdem der sog. Saz-Stil in Buchmalerei und Keramik seinen Höhepunkt erreicht hatte. Quellen belegen, dass es in Istanbul Hofmanufakturen zur Knüpfteppichproduktion gab. Bursa als traditionelle Seidenstadt bleibt dennoch eine Option. Die 1585 von Muhrad III. samt Material aus Kairo nach Istanbul beorderten elf Knüpfer zeigen nur, dass man Handwerker und ihr Material im gesamten osmanischen Reich reisen und arbeiten ließ.
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